Nymphenburg Cup: Herzen, Siege und ein Jubiläum

Es ist das Turnier der Herzen in der heimischen Hockeyhalle:

Nicht nur, dass alle Teilnehmer des Nymphenburg Cup am vergangenen Wochenende (26./27.10. Oktober) süße ‚I love Hockey‘-Lebkuchenherzen zum Abschluss eines erlebnisreichen Wochenendes bekamen. Nein, es ist auch dasjenige Turnier, in dem eine außergewöhnliche Portion Herzblut in Vorbereitung und Organisation steckt: Zum zehnten Jubiläum dieses beliebten und international besetzten Turniers traten immerhin 16 Mannschaften aus dem B-Bereich (Mädchen und Knaben) in enger Taktung gegeneinander an – von Mannschaften aus ganz Süddeutschland bis hin zu Gästen aus Österreich und der Schweiz. Die Gastgeber bewiesen, dass sie fit für die Hallensaison sind: Die erste B-Mädchen-Mannschaft des ESV sicherte sich den 1. Platz, das erste B-Knaben-Team den 3. Platz.Bei strahlendem Herbstwetter trafen in der Dreifachturnhalle des ESV je acht B-Mädchen- und B-Knaben-Teams aufeinander, um sich zwei Tage lang intensiv auf die kommende Hallensaison vorzubereiten. Neben den vier ESV-Mannschaften (die Mädchen und Knaben traten jeweils in zwei Teams an) nahm nur eine andere Münchner Mannschaft an dem Großevent teil: die Lokalrivalen von Rot Weiß München. Die übrigen Mannschaften reisten aus Stuttgart, Mannheim, Heidelberg, Frankenthal, Wiesbaden sowie aus Wien und Luzern an.     

Insgesamt 48 Spiele konnten begeisterte Hockey-Zuschauer am Wochenende in der gut gefüllten Halle anschauen. Die Mädchen und Jungs, die im Wechsel antraten, spielten am Samstag jeweils 22 Minuten pro Partie. Am Sonntag mussten sie sogar innerhalb von nur 15 Minuten pro Spiel ihr Können unter Beweis stellen. Insgesamt trat an diesem Wochenende jede Mannschaft sechsmal auf dem Spielfeld an.  

Erster Platz für die ESV B-Mädchen beim heimischen Nymphenburg Cup

Die B-Teams spielten allesamt auf einem guten technischen Niveau und so mancher Zuschauer hatte angesichts des hohen Spieltempos in der Halle Mühe, den teils rasanten Ballwechseln zu folgen. Die Trainer des ESV zeigten sich mit der Leistung ihrer Mannschaften denn auch sehr zufrieden: „Die Mädels sind sehr gut in die Hallensaison reingekommen und haben sich von Spiel zu Spiel sichtlich gesteigert“, sagte B-Mädchen-Trainerin Amrei. „Sie haben konzentriert gespielt, gut verteidigt und Chancen gut umgesetzt“. Die erste B-Mädchen-Mannschaft verlor kein Spiel und sicherte sich – nach einer spannenden letzten Partie gegen den Lokalrivalen Rot Weiß München am Sonntagnachmittag – den ersten Platz. Sie konnte damit ihren Siegerplatz aus dem Vorjahr erfolgreich verteidigen. Die zweite B-Mädchen-Mannschaft schaffte es zwar nur – ebenfalls wie im Vorjahr – auf den achten Platz. Angesichts dessen, dass sie kein Spiel hoch verlor und gegen Oberliga-Mannschaften antrat, war das aber keine schlechte Leistung. Besonders erwähnenswert ist, dass für die B-Mädchen mangels Torwart in allen zwölf Spielen C-Feldspielerin Greta im Tor einsprang und dabei eine super Leistung zeigte.

 

Luzern sicherte sich dieses Jahr den Titel bei den B-Knaben – herzlichen Glückwunsch!

Auch die B-Knaben des ESV, die erstmals mit zwei Mannschaften an den Start gingen, hatten an dem Wochenende ein erfolgreiches Hallendebüt. Viele Partien waren hochspannend und hart umkämpft. Die erste B-Mannschaft belegte den dritten Platz – nach den Gästen aus dem schweizerischen Luzern, die im Vorjahr Dritter wurden, und der ebenfalls sehr überzeugenden Mannschaft aus Wiesbaden. Die zweite B-Mannschaft des ESV erreichte gegen die insgesamt starke Konkurrenz den 6. Platz. Resümee von Trainer Max: „Wir haben am Samstag viel mit Videoanalyse gearbeitet, um die grundlegenden Ideen des Hallenhockey wieder abrufen zu können. Das hat gut funktioniert. In der Feldsaison hatten wir das erste Turnier gewonnen und danach schlecht abgeschnitten. Das ist hoffentlich ein gutes Omen für die Hallensaison.“    

Übergabe beim 10. Nymphenburg Cup – Micha übernimmt von Angi

Die Hockeyhalle war – trotz des herrlichen Herbstwetters – bei allen Spielen gut gefüllt und die Mädchen und Jungs feuerten sich mit lautstarken Mutmach-Gesängen bis zum Schluss gegenseitig an. Dem rund zehnköpfigen Schiri-Team um Emil Scholz gelang es, trotz der großen Anzahl der Spiele und der engen Taktung genau im Zeitplan zu bleiben. So konnte auch die Siegerehrung, wie geplant, pünktlich am Sonntagnachmittag um 16 Uhr beginnen. Dabei gab es außer den ‚I love Hockey-Herzen‘ auch Urkunden und für die Erstplatzierten Pokale. Viel Beifall gab für die super Organisation des zehnten Nymphenburg Cups. Der größte Dank ging an Hauptorganisatorin Michaela Lefranc, die das Turnier zum ersten Mal managte. Unterstützt wurde sie dabei von Angi Diethelm, die den Nymphenburg Cup in den vergangenen sieben Jahren in Folge äußerst professionell organisiert hatte. Applaus gab es auch für Anita Rubcic, die ebenfalls zum Organisationsteam gehört und künftig vor allem für die Organisation des Dreikönigsturniers – des zweiten großen Hallenturniers der ESV-Hockeyabteilung – zuständig sein wird. Danke auch an Margit Christiany-Sambeth für die schönen Turnierfotos sowie natürlich an alle Betreuer, fleißigen Helfer am Büffet, in der Küche und rund um Auf- und Abbau. Auch die weit gereisten Gäste versäumten es nicht, sich zu bedanken. „Wir finden, dass das ein tolles Turnier ist und hoffen, dass wir nächstes Jahr wieder dabei sein dürfen“, sagte einer der Luzerner B-Knaben, die den Sieg eingefahren hatten. „Das fänden wir einfach supercool“, fügte er hinzu. nic

Article written by Nicole